Sei es für die Berufswahl oder dass sie keine Lehrstelle finden oder sei es, dass sie noch unschlüssig sind, welcher Beruf am Besten zu ihnen passt. Oder die Wunsch-Lehrstelle kann erst ein Jahr später begonnen werden und das Jahr muss überbrückt werden. In solchen Fällen kann ein 10./12. Schuljahr im Ausland dem Jugendlichen Klarheit verschaffen.
Während des 10./12. Schuljahres im Ausland macht der Jugendliche nicht nur wertvolle Lebenserfahrungen, sondern erwirbt auch zusätzliche Qualifikationen, die für die Stellensuche entscheidend sein können. Die AustauschschülerInnen erweben die so gefragten Sozialkompetenzen wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit, die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und Fremdsprachenkenntnisse. Die Erfahrungen während des Austauschjahres gehen dabei viel weiter, als nur der gelernte Schulstoff. So werden unter anderem Offenheit gegenüber anderen Kulturen, die Selbstständigkeit und die Toleranz gefördert.
Die Nonprofitorganiation AFS Interkulturelle Programme Schweiz bietet die Möglichkeit für junge OberstufenabgängerInnen zwischen 15 und 18 Jahren das 10./12. Schuljahr im Ausland zu verbringen. Dabei haben die Jugendlichen die Wahl das gesamte 10./12. Schuljahr im Ausland zu absolvieren oder einen Teil im Ausland und der Rest in der Schweiz zu machen. Da die AustauschschülerInnen sich in einem fremden Land bei einer Gastfamilie, einer neuen Schule und einer anderen Kultur zurechtfinden müssen, werden sie selbstbewusster und reifer.
AFS Schweiz bietet ein weiteres, spannendes Programm für Oberstufenabgänger, welches “Schule & Arbeit im Ausland“ heisst. In diesem Programm erhalten die Jugendlichen in Thailand, Ungarn Belgien oder Dänemark die Möglichkeit in ihren Traumberufen schnuppern zu können. Sie besuchen eine Berufsschule und erhalten zusätzlich einen Einblick in die Berufswelt.
Für diese beiden Programmmöglichkeiten können Oberstufenabgänger AFS Stipendien beantragen, damit auch Familien mit Migrationshintergrund, kinderreiche Familie, Alleinerziehende oder Familie mit geringem Einkommen die Möglichkeit haben, ihr Kind in den Austausch zu schicken.
Zitate:
Giulia Lobina, Malaysia 2008/2009
"Weit weg von allen grösseren Städten, aber es hat mir dann doch gefallen. Man lernt so schnell Leute kennen und ich habe schliesslich so viel von Malaysia gesehen. Das war cool."
"Es war sogar eher so, dass sie Achtung vor mir hatten. Es gab Reaktionen wie: Wow, jetzt machst du erst ein Austauschjahr und nachher eine Lehre, das ist ja cool."
Claudio Reichlin, Vater von Patrizia Reichlin, USA 2010/2011
"Der Einfluss des 10. Schuljahres im Ausland war sehr positiv. Unsere Tochter ist viel selbstständiger und selbstbewusster zurückgekommen. Sie ist viel offener geworden und wagt mehr als früher. Zudem hat sie durch das Zwischenjahr klarere Zukunftsperspektiven entwickelt."
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