Noch bevor Kinder überhaupt sprechen können und meist noch bevor sie stehen, geschweige denn laufen können, beginnen Kinder bereits mit ihrem windelbekackten Popo zu Klängen und Musik zu wackeln. Sei es ein Lied oder eine Melodie, die man ihnen selbst vorsingt oder summt oder aber die Musik aus dem Radio, sie bewegen sich zu allem was tönt. Denn körperliche Bewegung ist eine der frühesten Kommunikationsformen für Kinder. Sie kommen deshalb auch mit einem natürlichen Bewegungsdrang zu Welt und besitzen ebenso von Anfang an eine ausgeprägte Kreativität.
Eben diese Kreativität und dieser Bewegungsdrang werden jedoch mit der Zeit eingeschränkt, in dem die Kinder spätestens bei der Einschulung lernen, sich an die gesellschaftlichen Normen anzupassen. Eigentlich schade, bedenkt man, dass insbesondere die Kreativität, die in direktem Zusammenhang zum Tanz steht, im weiteren Leben immer wieder hilfreich sein kann und oft auch gefragt ist.
Es bietet sich daher an diese Fähigkeit bei Ihrem Kind zu erhalten und auch zu fördern, zum Beispiel mit einem Tanzkurs oder dem aktiven Fördern des Tanzens zu Hause.
Die Liste der positiven Auswirkungen des Tanzens ist lang. Nicht nur ist Tanzen eine Möglichkeit sich von frühestem Kindsalter auszudrücken, es bietet auch eine perfekte Möglichkeit den eigenen Körper und seine Fähigkeiten kennenzulernen. Durch das Tanzen wird zudem der gesamte Bewegungsapparat gestärkt und sowohl die Kraft und der Muskelaufbau gefördert.
Doch ebenso üben Kinder beim Tanzen ihre Koordination und lernen zu reagieren, was wiederum das eigene Körpergefühl steigert und das Körperbewusstsein fördert. Kinder können während des Tanzens ihren Körper beobachten und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Körperpartien erkennen. Das ermöglicht es ihnen auf angenehme und freudebringende Art und Weise zu lernen, ihren Körper oder einzelne Körperteile bewusst und gezielt einzusetzen.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass durch das Tanzen auch das räumliche Verständnis gefördert wird. Denn es ist wissenschaftlich belegt, dass beim Tanzen der Precuneus aktiv ist. Diese Hirnregion ist dabei wichtig für die Orientierung und den Raumsinn und wird oft auch als «Bewegungssinn» bezeichnet, denn über Sensoren in den Muskeln und Gelenken werden Informationen in den Precuneus übermittelt. Dieser Teil des Hirns ermöglicht es uns also, unseren Körper im Raum zu navigieren und beim Tanzen kommt eben diese Raumwahrnehmung besonders zum Tragen. Ebenso bewiesen ist, dass das sogenannte kinästhetische Sinnessystem stark mit anderen Hirnregionen zusammenspielt. So ist es direkt mit Hirnregionen verknüpft, die für das Gedächtnis, das Lernen, die Sprache und für Emotionen zuständig sind.
Doch Tanzen hat noch weitere positive Eigenschaften. So ist es eine ideale Form, um Gefühle auszudrücken und kurbelt die rhythmische Bewegung an sowie die Vorstellungs- und Gestaltungsfähigkeit. Damit trägt es massgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und fördert sowohl die soziale Kompetenz als auch den Selbstwert Ihres Kindes. Darüber hinaus kann es noch viele weitere Kompetenzen fördern:
Die Gründe, warum Sie als Eltern das Tanzen bei Ihrem Kind fördern sollten, liegen auf der Hand. Wichtig ist jedoch auch, dass Ihr Kind beim Tanzen schlichtweg Spass hat und Freude verspürt. Dabei gilt es nicht immer gleich einen ganz bestimmten Tanz auszuführen und bestimmte Regeln zu befolgen, sondern vielmehr dem Kind freien Lauf zu lassen und ihm die Möglichkeit zu geben, sich frei auszudrücken.
Darauf konzentrieren sich entsprechend auch viele Kindertanz-Kurse, im Rahmen derer auf das Alter, den Entwicklungsstand und das Befinden der Kinder eingegangen wird und auf kindergerechte Art und Weise Möglichkeiten aufgezeigt und Optionen zur Verfügung gestellt werden. Dabei gibt es in der Schweiz viele Möglichkeiten, unter anderem bietet die Tanz Vereinigung Schweiz Informationen und Adressen dazu.