Wie man das Selbstwertgefühl seines Kindes stärkt

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Wie man das Selbstwertgefühl seines Kindes stärkt

Wie man das Selbstwertgefühl seines Kindes stärkt

Es gibt in der Entwicklung von Kindern zwei wesentliche Konzepte, die zu seiner Identität beitragen: Das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen. Sie bedeuten unterschiedliche Dinge, mischen sich aber in der Anwendung immer wieder.

  • Selbstwertgefühl: Es sagt uns, wer wir sind, vergleichbar mit dem Kern einer Frucht. Wenn Ihr Kind ein gutes Selbstwertgefühl hat, ruht es in sich selbst und fühlt sich absolut wohl.
  • Selbstvertrauen: Es bedeutet, dass Ihr Kind von seinen eigenen Fähigkeiten und seinem Können überzeugt ist.

Leider denken immer noch viel zu viele Eltern, dass sie beides durch viel Lob erreichen können. Aber ein »Toll Schatz« bewirkt weder, dass Ihr Kind ein gutes Selbstwertgefühl entwickelt noch, dass es in seine Fähigkeiten vertraut. Wie können Sie nun aber das Selbstwertgefühl Ihres Kindes entwickeln?

Verzichten Sie auf Belohnungen

Natürlich können Sie Ihr Kind dann und wann einmal für etwas belohnen. Wenn Sie Belohnungen aber systematisch einsetzen, verwandeln Sie die Nähebeziehung zu Ihrem Kind eher in eine Geschäftsbeziehung.

Vermeiden Sie Lob nach dem Gießkannenprinzip

Wenn Sie Ihr Kind immerfort loben, wird es leider davon abhängig werden. Kinder möchten, dass ihre Kinder sehen, was sie leisten. Aber sie brauchen dafür kein Lob. Ihr Kind verliert, wenn sie es nach dem Gießkannenprinzip loben – also permanent und für jede Bewegung – die Lust an der Sache an sich. Es will Ihnen keine Freude mehr machen. Es will gelobt werden.
Zusätzlich zu diesem Faktor loben viele Eltern ihre Kinder, um sie in eine Richtung zu drängen. Das ist natürlich der gänzlich falsche Einsatz von Lob.

Vermeiden Sie Hilfe oder Ratschläge, ohne darum gebeten zu werden

Dazu gibt es zwei wesentliche Erkenntnisse: Auch ein Ratschlag ist ein Schlag. Denn ungefragt bedeutet es »Ich glaube nicht, dass du das alleine schaffst.« Sie werden außerdem nicht permanent im Leben Ihres Kindes anwesend sein. Selbst wenn Sie nur zu Hause sind und das Kind im Kindergarten ist, wird es in Situationen kommen, in denen es Probleme alleine lösen muss. Wenn Sie nun ständig wie ein Rasenmäher vor ihm herlaufen und alle Probleme aus dem Weg räumen, wird es nie Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, also Selbstvertrauen entwickeln. Beobachten Sie Ihr Kind. Sie werden sehen, wie stolz es ist, wenn es etwas selbst gelöst hat. Freuen Sie sich dann gerne mit ihm.

Verzichten Sie auf Vergleiche

Manche Eltern neigen dazu, ihr Kind anspornen zu wollen. »Schau mal, der XY kann das aber schon viel besser.« Am besten kommt noch ein Satz dazu wie »Dabei ist der viel kleiner als du.« Mit ein bis zwei Sätzen haben Sie nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch das Selbstvertrauen Ihres Kindes zerstört. Nur weil das andere Kind etwas besser kann, heißt das nämlich nicht, dass es insgesamt besser ist. Vielleicht kann es besser klettern, dafür bekommt es keinen vollständigen Satz – wie Ihr eigenes Kind – heraus. Jedes Kind sollte in seiner eigenen Persönlichkeit bestärkt werden und für seine eigenen Fähigkeiten geliebt.

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen Ihres Kindes zu stärken. Allein mit diesen Tipps können Sie aber schon sehr viel erreichen.

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